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Verhaltensregeln im Dojo

  1. Damit man den Alltag hinter sich lassen kann, sich in Ruhe umziehen und sich auch innerlich vorbereiten kann, erscheint man mindestens 15 Minuten vor Trainingsbeginn im Dojo.
  2. Die Straßenschuhe werden im vorgesehenen Eingangsbereich des Dojo ausgezogen. Im den Bereich des Dojo begibt man sich nur in mitgebrachten Schlappen, die nur im Dojo getragen werden. (Zoris sind am besten geeignet und unterstreichen den traditionellen Bezug zur Kampfkunst).
  3. Im Bereich des Dojo verhält man sich zurückhaltend und führt keine lauten Gespräche. Essen und Trinken sowie alle Handlungen im Dojo, die nicht mit den Übungen verbunden sind und die geistige Ausgeglichenheit stören, sind zu unterlassen.
  4. Beim Betreten des Dojo verbeugt man sich in Richtung der Kamiza. Die Kamiza erkennt man an den Kalligrafien der im Dojo unterrichteten Kampfkünste und der Porträts deren Begründer.
  5. Vor dem Betreten der Übungsfläche sind die Hände und Füße zu reinigen, um höchstmögliche Sauberkeit zu gewährleisten. Finger- und Fußnägel sind kurz zu halten und sämtlicher Schmuck ist abzulegen, um Verletzungen an sich und dem Übungspartner zu vermeiden.
  6. Betritt man die Übungsfläche, so schlüpft man mit dem Rücken zur Übungsfläche aus den Zori, dreht sich um und verbeugt sich im Stehen in Richtung Kamiza.
  7. Hat das Training noch nicht offiziell begonnen, so begibt man sich in Meditationsstellung, um Körper und Geist vorzubereiten oder beginnt mit Gymnastik, um sich aufzuwärmen.
  8. Während der Übungszeit ist das Reden auf das für die Übung unerlässliche Maß zu reduzieren. Formalitäten, persönliche Anliegen und dgl. sind nach dem Unterricht zu regeln, da auch der Lehrer eine Vorbereitungszeit für seinen Unterricht benötigt.
  9. Betritt der Lehrer die Übungsfläche, so setzen sich die Schüler im Seiza in eine Reihe mit Blick auf die Kamiza. Die Schüler sitzen in der Reihe der Rangfolge, wobei der älteste Schüler rechts sitzt.
  10. Trifft ein Schüler verspätet zum Unterricht ein, setzt er sich im Seiza an den Mattenrand und wartet, bis ihn der Lehrer auffordert, sich der übenden Gruppe anzuschließen.
  11. Nimmt ein Schüler nicht selbst aktiv am Unterricht teil, so soll er aufmerksam und ohne die anderen Übenden zu stören den Erklärungen der Vorführungen folgen, um möglichst großen Nutzen aus den Beobachtungen zu ziehen.
  12. Es liegt im allgemeinen Interesse, dass der Unterricht regelmäßig besucht wird. Öfteres Aussetzen belastet Lehrer und Schüler. Da der Unterricht nur Lehrstoff vermittelt, sollte jeder Schüler zu Hause oder während der freien Übungsstunden das Erlernte vertiefen und vervollkommnen. Besondere Sorgfalt ist auf ständige Konzentration im Unterricht zu legen!
  13. Jeder Lehrer ist verpflichtet für einen geregelten Unterricht zu sorgen und ggf. jeden Schüler mit mangelnder Selbstzucht zur Ordnung zu rufen bzw. erforderlichenfalls vom Unterricht auszuschließen.
  14. Um die soziale Kommunikation zu gewährleisten, setzt man sich nach dem Training noch zusammen.


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